Der Sündenbock-Mechanismus. Antiziganismus in medialen Berichten

Auch heute noch kommen Sinti*zze und Rom*nja in den Medien nur in ganz bestimmten Kontexten vor. Neben Kriminalität und Armut war dies im vergangenen Jahr besonders die Pandemie: In mehreren deutschen Städten wurden ganze Häuser unter Quarantäne gestellt, in denen es Corona-Ausbrüche gegeben hatte – stets handelte es sich um angebliche „Roma-Häuser“ und die Berichterstattung war stark antiziganistisch geprägt.
In solchen Situationen greifen Medienschaffende auf tief verankerte antiziganistische Stereotype und Darstellungsmuster zurück.
Amaro Foro führt seit 2012 ein Medienmonitoring durch und hat die entsprechenden Diskurse gründlich analysiert. Im Rahmen des Projekts Diversity in Media werden ab Oktober Fortbildungen für Medienschaffende angeboten, in denen für klassische antiziganistische Klischees sensibilisiert und herrschende Diskurse auf interaktive Art dekonstruiert werden. In diesem Workshop geben die Projektmitarbeiter*innen einen Einblick in ihre Analyse und die Herausforderungen ihrer täglichen Arbeit.

Der digitale Workshop findet am 15. September 2021, ab 17:30 Uhr statt. Er dauert ungefähr 90 Minuten. Eine Anmeldung unter saarland@netzwerk-courage.de ist notwendig.