Die Referent_innen stellen sich vor

Nino Novakovic

ist freiberuflicher Jugendbildungsreferent zu den Themen Roma und Sinti, Rassismus, Empowerment, MJSOn und Bleiberecht sowie Trainer zur interkulturellen Kompetenz.
Die Schwerpunkte seiner Tätigkeiten liegen im Bereich der Migrant_innen- und Romajugendverbandsarbeit, wie der Terne Rroma Südniedersachsen e.V.
Nino studiert Wirtschaftspädagogik und Politik in Göttingen.

Ricarda Theiss

studierte im Master Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Diversität und Inklusion. 2018 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Frankfurt University of Applied Sciences und Teil des Forschungsteams zu der Studie „Mach mal keine Judenaktion”. Seit Juni 2019 ist sie Mitarbeiterin im Team des Sozialreferates der ZWST. Darüber hinaus ist sie Lehrbeauftragte der Frankfurt University of Applied Sciences zu den Themenfeldern Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen. Als Mitarbeiterin des Jüdischen Museum/Museum Judengasse hält sie Workshops zum Thema Judentum.
Seit März 2020 arbeitet sie als Beraterin im Projekt OFEK Hessen in Trägerschaft der OFEK e.V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung.

Roxanna-Lorraine Witt

wurde 1993 als Kind einer deutschen Sinti-Familie in Minden geboren.Bis 2020 arbeitete Sie u.A. mit den Schwerpunkten Kultur, Digitalisierung und Rassismusprävention als Leiterin des Bildungsreferats im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma. Ihre Forschungsarbeit zu Radikalisierung in digitalen Räumen und Computerspielen stellte Sie erstmals im Rahmen der INACH Annual Conference 2019 einem internationalem Publikum vor. 2020 analysierte Sie für das FXB-Center der Harvard-Universität strukturelle Ungleichheit als Risiko-Faktor für deutsche Sinti-Gemeinschaften. Als Beraterin für die Themenfelder Radikalisierungsprävention, digitale Dekolonialisierung und Leadership arbeitet Sie derzeit u.A. mit OSCE,DFF und EDRi zusammen. 2021 gestaltete Sie in Zusammenarbeit mit EDRi das erste Panel zu Gefahrenpotentialen von Künstlischer Intelligenz für Rom_nja und Sinte_zze-Gemeinschaften.Sie ist Gründerin der Plattformen RSWO, der Romblog Academy, konstituierendes Mitglied der Responsible Leadership Academy und gemeinsam mit Amdrita Jakupi Gründerin und Vorsitzende von save space e.V.. Im vergangenen Jahr war sie Mitinitiatorin des Protestes zum Schutz des Mahnmales für die ermordeten Sinti und Roma Europas. Auf dem diesjährigem Supplementary Human Dimensions Meeting zu digitalen Rechten und Menschrenrechten des Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) addressierte sie die Intensivierung von strukturellem Rassismus durch Kriminalisierung über den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie und diskriminierenden Maschienen im digitalen und analogem Raum. Im Oktober diesen Jahres erschien im Buch „Erinnerung. Macht. Vergessen.“ Ihr erster Beitrag zu Kontinuitäten menschenfeindlicher Ideologien in Sozialisation und Gedenkkultur.

Sejnur Memiši

ist ein deutscher Roma aus Mainz, der ursprünglich im Kosovo geboren wurde und mit seiner Familie 1999 wegen dem Kosovo-Krieg nach Deutschland flüchten musste. Er ist seit 2017 als Aktivist in Deutschland und Europa tätig, und behandelt Themen wie Gadje-Rassismus, Rassismus, Menschenrechte, Hate speech online, etc. Sejnur ist ein Media Mangament Student und betreibt die Sinti_zze & Rom_nja Jugend Medienplatform RYME Network. Seine aktivistische Hauptarbeit führt er bei Instagram über die seite @romayouthmedia. Seit April 2020 moderiert er mit Nino den politischen und kulturellen Podcast RYMEcast, der von und über Sinti_zze & Rom_nja handelt.

Seit dem Februar 2021 ist er ein Stipendiat beim Recherche-Stipendium für Sinti_zze & Rom_nja vom Deutches Insititut für Menschenrechte und von der  Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukunft).